Artikel Augsburger Allgemeine - Eröffnung Naturfreibad - Juni 2008

Grün schimmerndes Wasser sorgt für Karibikflair in den Stauden


Mit einem Kopfsprung eröffnet Fischachs Bürgermeister Peter Ziegelmeier den neuen Bio−Badeteich Grün schimmerndes Wasser sorgt für Karibikflair in den Stauden Einer musste es ja tun. Zwar hatte der bayerische Landwirtschaftsminister Josef Miller beim Spatenstich im April 2007 versprochen, er würde in der Badehose zur Eröffnung des Fischacher Freibades kommen, doch davon war jetzt keine Rede mehr.

Also zog sich Bürgermeister Peter Ziegelmeier das Jackett aus und hechtete in das fast karibisch grün schimmernde Wasser. Dieser Kopfsprung war der Abschluss der offiziellen Eröffnungsfeier, bei der die Kinder des Marktes eine tragende Rolle spielten. Sie ließen Hunderte von bunten Luftballons in die Lüfte steigen. Die Festansprache an dem sonnigen Nachmittag hielt Josef Miller. Als er etwas verspätet auf dem Gelände hinter der Staudenlandhalle ankam, zog gerade eine dunkle Wolke über Fischach hinweg. Die habe ich bestellt. So kann es etwas regnen, wenn das Weihwasser nicht gereicht hat, sagte er an die Adresse von Pfarrer Alois Meroth und Pfarrerin Gertraud Mair. Viele Menschen aus den Stauden waren gekommen, um das neue Schmuckstück in Fischach anzuschauen.

Sie waren begeistert von der ganz eigenen Atmosphäre. Die vielen Bohlen aus hellem Holz rund um das Becken, bunte Fahnen und Windspiele verzauberten. Dazu trug auch das Theater Eukitea und die Band Arttrio bei. Die Schauspieler zeigten eine komische Strandszene mitten im Bad. Hausherr des Badesees, der ja ganz ohne Chlor auskommt und biologisch gereinigt wird, ist der neue Bürgermeister Peter Ziegelmeier. Er erinnerte in seiner Begrüssung an den schon lange gehegten Wunsch der Bevölkerung nach einem Schwimmbad. Auch Fischach leidet an Abwanderung von jungen Familien, wir müssen unserer Bevölkerung attraktive Angebote machen.
Er zeigte dann seine Vision für Fischach auf: Die Menschen kommen mit der Staudenbahn zum Baden und die Schüler besuchen das neue Stauden−Gymnasium. Einen Platz dafür hat er auch schon ausgemacht − direkt neben dem Bad. Treibender Motor in Sachen Schwimmbad war der Altbürgermeister Josef Fischer. Er betonte in seiner Rede, dass er nicht als Ex−Bürgermeister etwas zu sagen habe, sondern als Vorsitzender der Regionalentwicklung Stauden (RES). Die RES war es, die den hohen Zuschuss aus den europäischen Fördertöpfen in Höhe von einer Million Euro an Land gezogen hatte. Ich bin ihnen Herr Minister sehr dankbar dafür, so Fischer. Der neue Landrat Martin Sailer lobte den Badesee als einen neuen Mosaikstein im Naherholungskonzept des Landkreises. Vertrauen Rainer Grafinger vom Planungsbüro erinnerte an das Jahr 2006, als es plötzlich hieß, der Markt wolle das Bad nun bauen. Und weil allerseits großes Vertrauen in die Wasserqualität des Bio−Bades besteht, wurde dann statt mit Sekt mit Badewasser angestoßen.